3D-Druck, nicht nur Müll? Der Kreislauf beginnt

Kalibrierungswürfel, wohin damit?

Prototypen, Supports und besonders die Masse an Fehldrucken die einem Spaghetti-Monster Nahe kommen sind Fälle für die Tonne. Ein Walk of Shame für jeden nachhaltig und naturbewussten Menschen. Die Themen über den allgegenwärtigen Plastikwahn haben nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Industrie zum Sinneswandel gebracht.

Hygieneartikel ohne Mikroplastik, Verbot von Einweg- Besteck, Papiertüten im Supermarkt, doch wie sieht es im Bereich der 3D-Druck-Szene aus?

Der Plastikmüll hat sich immer weiter gehäuft, doch habe ich mich geweigert einfach alles in den Müll zu werfen. Das Leben am Meer ist in der Hinsicht sehr prägend. Man will schlichtweg einen sauberen Strand für sich selber und für die Tierwelt sauberes Wasser. Dann kann man doch nicht einfach seelenruhig dem 3D-Druck nachgehen, also muss der 3D- Drucker weg. Schluss damit, sonst ist alles nur geheuchelt! Oder?

Ich kann doch nicht einfach meine Leidenschaft links liegen lassen aber die Umwelt, meine Prinzipien? Wie bekomme ich das alles unter einen Hut? Das Dilemma ist geschaffen. So ging meine Recherche los, das immer mehr zum Abenteuer wurde und 2 völlig kontroverse Themen miteinander verband. Plastik und Umwelt.

rPLA

Erste Ergebnisse führten mich zum Thema rPLA ( recycled PolyLactatAcid). Dabei werden Reste aus der Herstellung oder vermeintlicher Müll wieder in die Produktionslinie eingeführt. Nur eben als gesondertes Material. Anbieter hierfür gibt es nicht viele. Darunter fallen zum Beispiel das ReForm – rPLA Turkish Blue von Formfutura und rPLA Schwarz von 3DJAKE.

3DJAKE rPLA Schwarz
rPLA von 3DJAKE Quelle: www.3djake.de
Formfutura ReForm - rPLA Turkish Blue - 1,75 mm / 750 g
rPLA von Formfutura Quelle: www.3djake.de

Jede weitere Suche führte mich immer wieder zu diesen beiden Marken und manchmal zu FilaCycle sowie Filamentive, die nachhaltige Ziele verfolgen. Versteht mich nicht falsch. Ich mache hier keine Werbung. Gut erkennbar daran, dass es sich oben um keine Affiliate Links handelt, außerdem empfand ich den Preis für recyceltes Material nicht angemessen. Also ging es weiter und ich entschloss mich dazu die Suche etwas breiter zu fechern. Es musste mehr in Richtung allgemeines Plastik-Recycling gehen, damit ich mir die Quintessenzen rausziehen konnte.

Precious Plastic

Nach ewigen Umwegen und Stundenlangen Google, sowie YouTube-Exzessen stieß ich auch auf dieses faszinierende Projekt. Ein Lichtblick am Himmel, der späten Nacht. Praktisch genau das was ich gesucht habe. Ein Video des YouTube Channels Teaching Tech.

Hier zeigt er schon fast Schritt für Schritt einen Shredderaufbau mit all seinen Herausforderungen und sogar ein Self-Made-Upgrade! Er hat wirklich gute arbeite geleistet und es sehr detailliert aufbereitet, doch woher hat er die Vorlagen? Die Antwort stand praktisch im Videotitel und alle weiterführenden Links gab es auch noch in der Videobeschreibung. JACKPOT.

Precious Plastic! Damit konnte ich arbeiten. Ein vollumfängliches Open Source Projekt, wie für meine Bedürfnisse zugeschnitten und wie sich bald herausstellte mit einer hilfsbereiten und erfahrenen Community, Was gibt es besseres? Es wurde praktisch alles bereitgestellt, nur die Motivation musste von mir aus kommen, also kein Problem. Die Planung konnte so seinen Lauf nehmen und ich habe mir meine erste Shredder Vorlage runtergeladen.

Das Projekt nahm so seine Form an und nun ergaben sich die zu bewältigenden Aufgaben:

  • Woher bekomme ich das Material?
  • Wie soll ich die Teile zuschneiden?
  • Welche kosten kommen auf mich zu?

Die Liste wurde im Verlauf immer länger, doch dazu mehr im 2. Teile von “3D-Druck, nicht nur Müll? Der Kreislauf beginnt”.

Bis dahin, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Ich hoffe auf ein nächstes Mal.

Stay informed!

Chris,

von Simplymumba.

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